Ein Hund ist nicht gern allein

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Es gibt aber Situationen im Leben eines Hundes, die tiefgreifende Verhaltensänderungen verursachen können. Viele Hunde leiden beispielsweise unter Trennungsangst. Sie ist die am weitesten verbreitete Form der Angststörung. Hunde sind Gruppentiere und daher natürlicherweise nicht gern alleine. Eine vertretbare Zeit sollten sie es jedoch ohne Herrchen oder Frauchen aushalten können. Zerfetzte Gegenstände oder in der Wohnung abgesetzter Urin sind deshalb Alarmzeichen. War der Hund einfach nur zu lange sich selbst überlassen, musste das Kissen aus Langeweile dran glauben? Oder ist er grundsätzlich unfähig, selbst wenige Minuten allein zu sein? Im zweiten Fall benötigt der Hund möglicherweise die professionelle Hilfe eines Hundetherapeuten.

Auch der Umzug in eine neue Wohnung, Familienzuwachs oder Reisen sowie der Aufenthalt in einer Tierpension können zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Aggressive Verhaltensstörungen entstehen meist dann, wenn die Machtverhältnisse innerhalb des Rudels “Familie” nicht geklärt sind. Gestresste oder ängstliche Hunde können auch scheinbar sinnlose Verhaltensmuster an den Tag legen. Beißen sie etwa wahllos in beliebige Objekte, attackieren sich sogar selbst oder bellen pausenlos ohne ersichtlichen Grund, besteht Handlungsbedarf.

Auch Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, exzessives Putzverhalten, Hecheln und Speicheln sowie ein verminderter Spieltrieb sind ernstzunehmende Verhaltensstörungen, die auf Dauer sogar zu massiven Organerkrankungen führen können.

In jedem dieser Fälle ist der Hund auf Hilfe angewiesen. Zeit und Geduld sowie ein intensives Verhaltenstraining sind die beste Medizin. Der Tierarzt kann bei Bedarf mit speziellen Produkten den Heilungsverlauf unterstützen.

 

[Quelle: bft]