Gesunde Zähne bei Hund und Katze

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Stuttgart, 21. April 2016 – Gesund im Mund: Wie beim Menschen ist eine regelmäßige Zahnpflege auch bei unseren tierischen Freunden wichtig, damit Zähne und Zahnfleisch lange gesund bleiben. Da sich die Ernährungsgewohnheiten von Hunden und Katzen im Vergleich zu ihren wildlebenden Verwandten grundsätzlich geändert haben, benötigen die Vierbeiner eine gute Mundhygiene. Tierärztin Dörte Röhl, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA, erklärt Tierhaltern, warum die Pflege so wichtig ist, woran sie Zahnprobleme bei ihren tierischen Freunden erkennen und wie die optimale Reinigung abläuft.
„Eine gründliche und regelmäßige Zahnpflege ist unentbehrlich, um das Zahnfleisch und die Zähne lange gesund zu halten. Ein ungepflegtes Gebiss kann wie bei uns Menschen schwerwiegende Folgen haben“, so Dörte Röhl. „Mit Geduld und Empathie können Tierhalter ihre Hunde und Katzen sanft an die ideale Mundhygiene gewöhnen.“

Warum die Pflege der Zähne so wichtig ist:

Zahnerkrankungen beginnen mit der Bildung von Belägen, die sich auf der Zahnoberfläche ansammeln. Diese sogenannten Plaques bestehen aus Nahrungsresten, Bakterien sowie deren Stoffwechselprodukten. Durch die Einlagerung von Salzen aus dem Speichel härten die Beläge aus und werden zu Zahnstein – die Folgen sind schmerzhafte Entzündungen bis hin zum Zahnausfall.

Daran erkennen Tierhalter Zahnprobleme:

  • Durch Schmerzen hervorgerufene Veränderungen beim Ess- und Kauverhalten: Die Tiere vermeiden es, hartes Futter zu essen bis hin zur kompletten Verweigerung jeglichen Futters.
  • Schlecht riechender Atem
  • Sichtbare, meist gelblich-bräunliche Ablagerungen auf den Zähnen (Zahnstein)
  • Deutlich geröteter Zahnfleischsaum (Zahnfleischentzündung)
  • Zahnfleischbluten
  • Zahnverlust
  • Unnatürlich ruhiges Verhalten

Wichtige Tipps für die richtige Zahnpflege:

  • Zähneputzen: Auch wenn es gewöhnungsbedürftig erscheint, ist das regelmäßige Putzen der Zähne der wichtigste Bestandteil für eine gute Mundhygiene bei Hunden und Katzen. Am besten sollte mit dem Putztraining bereits spielerisch im Babyalter begonnen werden. Mit viel Geduld und Behutsamkeit kann sich aber auch ein erwachsenes Tier an das tägliche Ritual gewöhnen.
  • Für das Zähneputzen empfehlen sich spezielle Tierzahnbürsten, die so geformt sind, dass alle Winkel der Mundhöhle leichter erreicht werden. Ebenso wichtig sind spezielle Zahncremes, die Tiere unbedenklich schlucken können – der Markt bietet hier pflanzliche Varianten. Einige Tierfreunde schwören auf sogenannte Fingerzahnbürsten, die auf den Zeigefinger aufgesteckt werden und eine leichtere Führung ermöglichen.
  • Falls sich der Vierbeiner gar nicht an das Zähneputzen gewöhnen kann, sollte die wichtige Zahnreinigung einem Tierarzt überlassen werden. Dazu sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen unbedingt notwendig.
  • Kauen: Bieten Sie Ihrem Vierbeiner regelmäßig Kausnacks an – es gibt zahlreiche tierfreundliche Knabbereien wie vegane Kauknochen. Durch den mechanischen Kauvorgang wird Belag abgerieben, das Zahnfleisch massiert und es bilden sich deutlich langsamer Ablagerungen, die zu Zahnstein führen.

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